Wir müssen unser Verhältnis zur NATO von Grund auf neu beurteilen, im historischen Kontext der letzten 10-30 Jahre - und parallel dazu unsere neutralen Streitkräfte unverzüglich auf Vordermann bringen - wir haben keine 24 Monate Zeit! Der nächste Krieg ist bereits in Planung für 2027, gemäss verlässlichen US-Quellen.

Zur Beurteilung der Historie und Rolle der NATO gehört eine unbequeme, realistische, wahrheitsgetreue Betrachtung des Ukraine Krieges, der NATO Expansion, der notorischen Lügen seitens Grossmächte, sowie der geopolitischen Rollen der USA, EU, Russland, China, Türkei, Iran und Israel - und der dadurch entstehenden gravierenden Folgen für die Wirtschaft und die Schweiz.

Felix Stutz | Unternehmer | Kandidat für den Bundesrat 2025
In Zukunft wird die NATO versuchen, ihre Südflanke nach Afrika auszudehnen, um dem wachsenden Einfluss Chinas und Russlands entgegenzuwirken. Die afrikanische Bevölkerung wird sich jedoch einer solchen NATO-Erweiterung widersetzen, was zu Spannungen zwischen dem Westen und Afrika führen wird.
CSIS
China sieht die NATO als als eine von den USA geführte „Blockkonfrontation“ - eine Strategie internationaler Verbündeten zur Eindämmung von Chinas Aufstieg.
The Diplomat

Welche Rolle spielt die NATO im Ukraine Krieg?

Mehr über Michael von der Schulenburg hier:

Brandstifter, Schlafwandler, Ignoranten: Wie die NATO den Weg zum Ukrainekrieg provozierte und dann nichts unternahm, ihn zu verhindern.
LEO ENSEL | First Published on 6 February 2024

Wie sieht der Bundesrat die NATO?

Relativ unkritisch (evtl. blauäugig).

Wie stellt sich die NATO vor?

Eine Partnerschaft für den Frieden

Die Organisation des Nordatlantikvertrags ist ein militärisches und politisches Bündnis von 31 europäischen und nordamerikanischen Staaten. Sie sucht die Zusammenarbeit mit Partnerländern, um sich gemeinsam für die Sicherheit einzusetzen. Die Schweiz kooperiert im Rahmen der Partnerschaft für den Frieden und des Euro-Atlantischen Partnerschaftsrats. Sie kann so ihre aussen- und sicherheitspolitischen Anliegen einbringen.

Die Organisation des Nordatlantikvertrags (NATO) ist eine der tragenden sicherheitspolitischen Organisationen Europas. Ihr strategisches Konzept umfasst die kollektive Verteidigung im Rahmen der Beistandspflicht, des Krisenmanagements sowie der kooperativen Sicherheit. Sie ist ausserdem ein zentrales Instrument für die Transformation und Anpassung der Streitkräfte an die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts.

Nach dem Ende des Kalten Krieges schlug die NATO den ehemaligen Gegnern – den Staaten des Warschauer Pakts – vor, einen Rahmen für eine vertrauensbildende Zusammenarbeit zu schaffen. So entstand 1994 die Partnerschaft für den Frieden (Partnership for Peace, PfP), ein Instrument für die Zusammenarbeit zwischen der NATO und ihren Partnerländern. Sie ist ein wesentliches Instrument der kollektiven Sicherheit.

Partnership for Peace (PfP)

Die PfP ist ein flexibles Instrument für die Zusammenarbeit zwischen der NATO und ihren Partnerländern. 19 Staaten aus Ost- und Südosteuropa, dem Südkaukasus, Zentralasien und Westeuropa nehmen an der PfP teil, darunter die fünf westeuropäischen Länder Schweiz, Österreich, Irland, Schweden und Malta. Jedes Land legt mit der NATO jene Bereiche fest, für die eine Zusammenarbeit mit den übrigen Teilnehmern der PfP geregelt wird.

PfP und die Bedeutung für die Schweizer Aussenpolitik

Die PfP bietet der Schweiz einen institutionalisierten Rahmen, um mit den Ländern ihres strategischen Umfeldes einen sicherheitspolitischen Dialog zu führen. Dies ist wichtig, weil die Schweiz eines der wenigen Ländern zwischen Atlantik und der Ukraine ist, die weder der Europäischen Union (EU) mit ihrer Sicherheits- und Verteidigungspolitik noch der NATO angehören.

Durch die PfP erhält die Schweiz auch Zugang zu weiteren NATO-Partnerschaften mit den Ländern des Mittelmeerraums und des Mittleren Ostens. Damit kann sie Verbindungen zu wichtigen Regionen ihrer Aussen- und Sicherheitspolitik knüpfen.

Die PfP trägt dazu bei, Schweizer Streitkräfte vorzubereiten auf die Teilnahme an friedensunterstützenden Einsätzen im Ausland, unter der Führung der NATO, der EU oder der Vereinten Nationen (UNO).

Die Schweiz bietet den Partnerländern regelmässig Ausbildungskurse und Seminare an und nimmt an technischen Unterstützungsprojekten teil. Damit können auch die bilateralen Beziehungen vertieft werden.

 

NATO-Partnerschaftspolitik

Die Politik der kooperativen Sicherheit hat sich seit den 1990er-Jahren entwickelt. Die Zusammenarbeit im Bereich der Sicherheitspolitik erfolgt bilateral mit der NATO als Organisation sowie im Rahmen themenspezifischer Foren. Ein Beispiel hierfür ist der Austausch zwischen der NATO und den sechs westeuropäischen Partnern.

PfP – Plattform für sicherheitspolitische Anliegen

Die PfP ermöglicht der Schweiz, wichtige aussen- und sicherheitspolitische Anliegen einzubringen, z.B. 

  • die Verbreitung des humanitären Völkerrechts
  • die Reform des Sicherheitssektors
  • die demokratische Kontrolle der Streitkräfte
  • die längerfristige Zusammenarbeit in den Bereichen Sicherheitsrisiken, Terrorismusbekämpfung
  • oder die Zusammenarbeit in der zivilen Notfallplanung.

Weitere Informationen & Links

EDA  – Eidgenössisches Departement für auswärtige Angelegenheiten